Endothelial dysfunction and altered endothelial biomarkers in patients with post-COVID-19 syndrome and chronic fatigue syndrome (ME/CFS)

01.01.2022 · Journal of translational medicine · Zusammenfassung auf Deutsch

In dieser kleinen Studie wurden 30 Patient*innen mit anhaltender Erschöpfung nach einer COVID‑19‑Erkrankung (davon 14 erfüllten die Kriterien für ME/CFS) und 15 gesunde Kontrollpersonen untersucht. Die Forscher*innen maßen die Funktion der Blutgefäße (endotheliale Funktion) mit dem sogenannten reaktiven Hyperämie‑Index (RHI), der über ein Gerät an den Fingern ermittelt wird. Außerdem wurden Blutwerte von Gefäß‑Botenstoffen wie Endothelin‑1 (verengt Blutgefäße), Angiopoietin‑2 (beteiligt an Gefäßaufbau), Endocan, IL‑8, ACE und ACE2 bestimmt. Ergebnisse: Bei fünf der 14 ME/CFS‑Patient*innen und fünf der 16 übrigen Post‑COVID‑Patient*innen zeigte sich eine eingeschränkte Gefäßfunktion (RHI < 1,67); bei keinen Kontrollpersonen war das der Fall. Der Gefäß‑Botenstoff Endothelin‑1 war in beiden Patientengruppen deutlich erhöht, während Angiopoietin‑2 bei den Post‑COVID‑Patient*innen und bei genesenen COVID‑Patient*innen niedriger war als bei den Gesunden. Die Studie deutet darauf hin, dass bei einem Teil der Betroffenen nach COVID‑19 – auch bei ME/CFS – die Blutgefäße gestört sein können, was unterschiedliche Krankheitsmechanismen nahelegt. Die Stichprobengröße ist jedoch klein, sodass di

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