Der Beitrag gibt einen Überblick über komplexe Müdigkeitssyndrome, die nach akuten Infektionen auftreten und deren Ursachen noch nicht geklärt sind. Im Mittelpunkt steht das Myalgische Enzephalomyelitis/Chronische Fatigue‑Syndrom (ME/CFS), das durch anhaltende Erschöpfung und eine Verschlechterung nach körperlicher Anstrengung (post‑exertional malaise) gekennzeichnet ist. Da es bislang keine objektiven Labor‑ oder Bildgebungsmarker gibt, ist die Diagnose schwierig. Der Artikel beschreibt, wie internationale Fachgruppen – etwa die US ME/CFS Clinician Coalition und das Europäische Netzwerk zu ME/CFS – zusammenarbeiten, um Forschung zu vereinheitlichen und nach Biomarkern zu suchen. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass ähnliche Müdigkeitssymptome nach Ausbrüchen von Ebola, Dengue und Chikungunya beobachtet wurden, wobei noch unklar ist, ob es sich um eigenständige Krankheitsbilder handelt. Im Zuge der COVID‑19‑Pandemie wird erstmals diskutiert, ob ME/CFS als Langzeitfolge einer SARS‑CoV‑2‑Infektion auftreten kann. Der Text fordert weitere Studien, um Entstehungsmechanismen zu verstehen und mögliche Therapien zu entwickeln, liefert aber selbst keine neuen Daten.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fmed.2022.862953).