Psychogenic Pseudosyncope: Real or Imaginary? Results from a Case-Control Study in Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) Patients

01.01.2022 · Medicina · Zusammenfassung auf Deutsch

Die Studie untersuchte, ob häufige Ohnmachtsanfälle bei Menschen mit ME/CFS, die bisher als psychisch bedingt (z. B. als 'psychogene Pseudosynkope') angesehen wurden, tatsächlich eine körperliche Ursache haben könnten. Dafür wurden 30 ME/CFS-Patientinnen und -Patienten mit häufigen Ohnmachtsanfällen mit 30 ähnlichen ME/CFS-Patientinnen und -Patienten ohne solche Anfälle verglichen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten einen Kipptisch-Test, bei dem die Blutflussmenge zum Gehirn gemessen wurde. Dabei zeigte sich, dass die Gruppe mit Ohnmachtsanfällen einen deutlich stärkeren Blutflussabfall zum Gehirn hatte (39 % gegenüber 25 % bei der Kontrollgruppe). Auch andere Anzeichen von Kreislaufproblemen beim Stehen waren bei dieser Gruppe stärker ausgeprägt. Herzfrequenz und Blutdruck unterschieden sich jedoch nicht zwischen den Gruppen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Ohnmachtsanfälle nicht primär psychisch, sondern durch eine schlechte Durchblutung des Gehirns beim Stehen verursacht sein könnten – also eine körperliche, nicht eine seelische Ursache haben. Die Studie ist klein (nur 60 Personen) und liefert zunächst Hinweise, aber keinen endgültigen Beweis.

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/medicina58010098).

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