In einer kleinen Studie mit 16 ME/CFS‑Patient*innen wurden zwei 15‑min‑Kopf‑auf‑die‑Kante‑Tests (Tilt‑Test) durchgeführt – einmal mit, einmal ohne knöchelhohe Kompressionsstrümpfe (Druck 20‑25 mm Hg). Die Reihenfolge war zufällig. Während des Tests wurden Herzfrequenz, Blutdruck sowie das Herzzeitvolumen (Menge Blut, die das Herz pro Minute pumpt) und die Durchblutung des Gehirns (gemessen mit Ultraschall an den Halsschlagadern) erfasst. Ohne Strümpfe sank das Herzzeitvolumen im Schnitt um 27 % und die Gehirndurchblutung um 25 %. Mit den Strümpfen war der Rückgang deutlich geringer (Herzzeitvolumen – 15 %, Gehirndurchblutung – 14 %). Herzfrequenz und Blutdruck änderten sich dabei nicht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kompressionsstrümpfe die Kreislauf‑ und Gehirnversorgung bei orthostatischer Belastung verbessern können, ein häufiges Problem bei ME/CFS. Die Studie ist jedoch klein und vorläufig, sodass weiterführende Forschung nötig ist.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/medicina58010051).