In dieser Studie wurden 60 erwachsene ME/CFS‑Patienten einem Kipptest (Tilt‑Test) unterzogen, um zu prüfen, wie sich das Gehirnblutvolumen (Zerebralblutfluss) bei orthostatischem Stress verhält und wie schnell es sich erholt. Der Blutfluss im Gehirn wurde mit einem externen Doppler‑Messgerät im Liegen vor dem Test, am Ende des 20‑Minuten‑Kipptests und fünf Minuten nach Rückkehr in die Liegeposition gemessen. Alle Patienten zeigten während des Kipptests einen deutlichen Rückgang des Gehirnblutflusses um etwa 29 %. Fünf Minuten nach dem Test war der Rückgang nur noch ca. 16 %, also nicht vollständig erholt. Dieser langsame Erholungsprozess hing nicht von der Herzfrequenz‑ bzw. Blutdruckreaktion (normal, POTS oder verzögerte orthostatische Hypotonie) oder vom Kohlendioxid‑Spiegel in der Ausatemluft ab, sondern war stark mit dem klinischen Schweregrad der Erkrankung verknüpft: Leicht Betroffene erholten sich fast vollständig (‑7 %), während stark Betroffene noch einen Rückgang von ‑25 % zeigten. Das Herzzeitvolumen (cardiac index) fiel während des Tests in allen Gruppen, normalisierte sich jedoch nach dem Test wieder. Die Studie ist klein und vorläufig, liefert aber Hinweise, dass bei
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.cnp.2021.09.001).