Evaluation of Immune Dysregulation in an Austrian Patient Cohort Suffering from Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome

01.01.2021 · Biomolecules · Zusammenfassung auf Deutsch

In dieser retrospektiven Studie wurden 262 österreichische Patient*innen mit Myalgic Encephalomyelitis/Chronischem Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) auf verschiedene Immunparameter untersucht. Im Rahmen der üblichen Blutuntersuchungen erfolgten ein Differentialblutbild (Aufzählung der verschiedenen Blutkörperchen), die Bestimmung von Leukozytenuntergruppen, die Messung von Immunglobulinen (Antikörpern) und deren IgG‑Subklassen sowie eine Analyse des Komplementsystems (ein Teil des Immunsystems, der Infektionen bekämpft). Dabei zeigte sich, dass bei 64,9 % der Patient*innen mindestens ein Immunkomponente reduziert oder fehlte. 26,3 % wiesen Anzeichen einer Immunaktivierung oder Entzündung auf. 17,6 % hatten eine nicht klassifizierte Antikörper‑Defizienz, am häufigsten fehlten die IgG‑Subklassen 3 und 4. Zudem waren bei 32 % niedrige Werte des Mannose‑bindenden Lektins (MBL) zu finden, ein Protein, das die Erstabwehr gegen Mikroben unterstützt; 7 % litten an einer echten MBL‑Defizienz. Die Ergebnisse bestätigen, dass bei vielen ME/CFS‑Patient*innen das Immunsystem gestört ist und solche Messwerte als mögliche Krankheits‑Biomarker dienen könnten. Die Studie ist rein beobachtend, liefert aber H

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