In dieser Beobachtungsstudie wurden Blutserumproben von 83 ME/CFS‑Patient*innen und 35 gesunden Kontrollpersonen analysiert. Dabei wurden sämtliche kleinen Stoffwechselprodukte (Metabolomik), Fettmoleküle (Lipidomik) und Hormone gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den Betroffenen häufig ein erhöhter Energie‑Stress vorliegt: Der Körper nutzt vermehrt Fettsäuren und Aminosäuren (Bausteine von Proteinen) als Brennstoff, was auf eine gestörte Energiegewinnung hindeutet. Zusätzlich ließ sich die Patientengruppe in drei Untergruppen einteilen, von denen zwei besonders auffällige Muster einer gestörten Energieverwertung aufwiesen. Diese metabolischen Muster korrelieren mit klinischen Merkmalen und könnten durch Belastung ausgelöste Sauerstoff‑Mangel‑Zustände (Gewebshypoxie) entstehen, die zu einer systemweiten Stoffwechselanpassung führen. Die Studie ist relativ klein und vorläufig, liefert aber eine erste „Karte“ der Stoffwechselveränderungen bei ME/CFS, ohne jedoch Therapieempfehlungen abzuleiten.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1172/jci.insight.149217).