In dieser Studie wurde untersucht, ob das Gen für das Enzym ACE2 – den wichtigsten Eintrittsrezeptor für das Coronavirus SARS‑CoV‑2 – bei Menschen mit ME/CFS anders reguliert ist. Dazu wurden bereits veröffentlichte Daten zu DNA‑Methylierung (chemische Markierungen, die die Genaktivität beeinflussen) und zur Gen‑ bzw. Protein‑Expression in Blut‑Zellen mehrerer Studien zusammengefasst (Meta‑Analyse). Die Analyse zeigte, dass bei ME/CFS‑Patient*innen die Methylierung an vier Stellen im ACE‑Gen und an einer Stelle im ACE2‑Promotor‑Bereich reduziert ist, was typischerweise zu einer geringeren Genaktivität führt. Tatsächlich war die Menge an ACE2‑RNA in den Blut‑Zellen der Patienten niedriger als bei gesunden Kontrollen, während das verwandte Enzym ACE unverändert blieb. In einer zusätzlichen kleinen Stichprobe war ACE2 bei vielen Patienten sogar unterhalb der Nachweisgrenze. Die Autoren schließen daraus, dass ein niedriger ACE2‑Spiegel das Risiko für eine COVID‑19‑Infektion erhöhen könnte und ME/CFS‑Patient*innen als Prioritätsgruppe für Impfungen gelten sollten. Die Ergebnisse beruhen auf bereits vorhandenen, relativ kleinen Datensätzen und benötigen weitere Bestätigung.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.heliyon.2021.e07665).