Pathomechanisms and possible interventions in myalgic encephalomyelitis/chronic fatigue syndrome (ME/CFS)

01.01.2021 · The Journal of clinical investigation · Zusammenfassung auf Deutsch

Die Arbeit beschreibt, dass Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) meist nach einer Infektion, häufig nach infektiöser Mononukleose (EBV), bei zuvor gesunden Menschen beginnt. Frauen sind häufiger betroffen und genetische Faktoren können das Risiko erhöhen. Typische Beschwerden sind eine nach Anstrengung auftretende Verschlechterung (postexertional malaise), anhaltende Erschöpfung, Probleme beim Aufstehen (orthostatische Intoleranz), kognitive Störungen, nicht erholsamer Schlaf, Überempfindlichkeit gegenüber Reizen, Schmerzen sowie Anzeichen einer gestörten autonomen und Immunfunktion. Die Prävalenz liegt zwischen 0,1 % und 0,8 % der Bevölkerung, wobei sie von gewöhnlicher Müdigkeit zu unterscheiden ist. Die Autoren stellen fest, dass die Forschung zu ME/CFS bislang wenig beachtet wurde, sich aber in den letzten zehn Jahren verstärkt hat. Sie präsentieren ein Modell, das die Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung in drei Schritten erklärt: (a) eine fehlerhafte erste Immunantwort, (b) ein System, das die Symptome erzeugt und aufrechterhält, und (c) kompensatorische Anpassungen des Körpers. Das Modell ist jedoch noch hypothetisch, ein klarer Krankh

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