Causal attributions and perceived stigma for myalgic encephalomyelitis/chronic fatigue syndrome

01.01.2021 · Journal of health psychology · Zusammenfassung auf Deutsch

In dieser Studie wurden 499 Personen, die sich selbst mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) diagnostiziert haben, befragt. Ziel war zu prüfen, wie die Wahrnehmung von Stigmatisierung – also das Gefühl, von anderen wegen der Krankheit abgewertet zu werden – mit den Vorstellungen anderer über die Ursachen der Krankheit zusammenhängt und welchen Einfluss das auf das tägliche Leben hat. Die Teilnehmenden gaben an, dass andere die Krankheit häufig als „kontrollierbar“ (man könne sie selbst beeinflussen) und „instabil“ (vorübergehend) ansehen. Diese Annahmen wurden von den Betroffenen als Stigmatisierung wahrgenommen. Je stärker die Betroffenen das Stigma empfanden, desto schlechter waren ihre Zufriedenheit mit sozialen Rollen (z. B. Arbeit, Familie) und ihr allgemeines Funktionsniveau. Die Studie zeigt also, dass die Vorstellung, ME/CFS sei psychisch oder leicht beeinflussbar, zu mehr Stigma führt und damit das Wohlbefinden und die Alltagsfähigkeit der Betroffenen beeinträchtigt. Die Untersuchung basiert auf Selbst‑Diagnosen und Selbstauskünften, nicht auf klinisch bestätigten Diagnosen, sodass die Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren sind.

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1177/13591053211027631).

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