Dieser Übersichtsartikel fasst bestehende Forschung zum 'Brain Fog' (Konzentrations- und Gedächtnisproblemen) bei ME/CFS zusammen. Ziel war es, zu erklären, wie Vorgänge im Gehirn selbst mit den bekannten Immunveränderungen im Körper zusammenhängen könnten. Die Autoren betrachten dabei Zellen im Gehirn: Gefäßzellen, Stützzellen (Glia, z.B. Mikroglia und Astrozyten) und Nervenzellen sowie deren Zusammenspiel an den Kontaktstellen zwischen Blutgefäßen und Nervenzellen. Ergebnis: Veränderungen an den Blutgefäßen des Gehirns und eine Art 'Alarmzustand' der Immunzellen im Gehirn (Mikroglia) sind durch mehrere Bildgebungs- und Biomarker-Studien recht übereinstimmend belegt. Weniger sicher und eher spekulativ sind Hinweise auf ein Ungleichgewicht zwischen erregenden und hemmenden Nervensignalen, Beteiligung von Zellen, die Nervenfasern isolieren (Oligodendrozyten), sowie Kommunikation über winzige Zellbläschen (extrazelluläre Vesikel). Wichtig: Die zugrunde liegenden Studien sind größtenteils Querschnittsstudien (Momentaufnahmen, keine Langzeitbeobachtung) am Menschen, ergänzt durch Tier- und Zellmodelle. Die Autoren betonen, dass diese Gehirnveränderungen vermutlich nicht dauerhafte Schä
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