In dieser Studie wurden bei 154 Patienten mit Myalgic Encephalomyelitis/Chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) und 39 gesunden Kontrollpersonen während eines Kipptests zwei verschiedene Verfahren zur Bestimmung des Schlagvolumens (Menge Blut, die das Herz pro Schlag pumpt) verglichen. Das eine Verfahren misst das Schlagvolumen über einen Finger‑Puls‑Sensor (Nexfin CO Trek), das andere über einen Ultraschall am Hals (suprasternaler Doppler). Beide Messungen wurden im Liegen und am Ende des Kipptests durchgeführt. Das Finger‑Messverfahren ergab durchgehend höhere Werte als der Doppler, was zu großen Abweichungen (37‑43 % Fehlerquote) führte. Durch eine Kalibrierung des Finger‑Messgeräts an die Doppler‑Werte ließ sich die Fehlerquote auf 29 % reduzieren, was als akzeptabel gilt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Finger‑Messverfahren das Schlagvolumen überschätzt, aber nach Kalibrierung für die Beobachtung von Veränderungen während des Kipptests genutzt werden kann. Die Studie liefert keine Hinweise auf Therapie oder Heilung, sondern befasst sich ausschließlich mit Messmethoden.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3233/THC-202669).