In dieser Studie wurden Blutproben von 226 ME/CFS‑Patient*innen aus dem Vereinigten Königreich und 99 gesunden Kontrollpersonen auf Antikörper gegen sieben Herpesviren‑Antigene (z. B. Epstein‑Barr‑Virus, Varicella‑Zoster‑Virus, Zytomegalie‑Virus) untersucht. Die Patient*innen wurden nach dem vermuteten Auslöser ihrer Erkrankung in vier Gruppen eingeteilt: keine Angabe (S0), ein nicht‑infektiöser Auslöser (S1), ein vermuteter Infektionsauslöser ohne Laborbestätigung (S2) und ein infektiöser Auslöser mit Laborbestätigung (S3). Die Analyse zeigte, dass die Gruppe S1 seltener Antikörper gegen Epstein‑Barr‑Virus‑Komponenten (VCA, EBNA1) und Varicella‑Zoster‑Virus hatte – dieser Unterschied war jedoch nach statistischer Korrektur für Mehrfachtests nicht mehr signifikant. Gruppe S3 wies im Vergleich zu den Kontrollen durchgehend niedrigere Antikörperfrequenz gegen das humane Zytomegalie‑Virus (CMV) auf; auch hier blieb die Signifikanz nur bei einer weniger strengen Korrektur erhalten. Die Autoren schließen, dass Herpesvirus‑Serologie mögliche Unterschiede zwischen ME/CFS‑Subgruppen aufzeigen kann, das Ergebnis aber durch die Vielzahl statistischer Tests und die relativ kleine Stichprobeng
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fmed.2021.686736).