Die Studie untersuchte, wie gut Menschen mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) in Deutschland medizinisch versorgt werden und stellte ein deutsches Kurz‑Fragebogen‑Instrument (DSQ‑SF) zur Symptomerfassung bereit. 499 Betroffene, die die kanadischen Konsensus‑Kriterien erfüllten und mindestens 14 Stunden post‑exertionalen Erschöpfungs‑Schub (PEM) erlebten, beantworteten einen Online‑Fragebogen. Viele gaben an, ärztliche Angebote aus geografischen (zu weite Wege) oder finanziellen Gründen nicht zu nutzen und äußerten geringe Zufriedenheit mit dem Arzt, den sie am häufigsten aufsuchten. Der neu übersetzte DSQ‑SF zeigte gute Zuverlässigkeit und passte inhaltlich zu einem etablierten Gesundheits‑Fragebogen (SF‑36). Die Ergebnisse zeigen, dass ME/CFS‑Patienten in Deutschland häufig unterversorgt sind und dass das deutsche DSQ‑SF ein brauchbares Werkzeug für Forschung und klinische Praxis ist. Die Studie ist nicht als Therapie‑ oder Heilversprechen zu verstehen, sondern liefert Daten zur Versorgungslage und ein diagnostisches Hilfsmittel.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/medicina57070646).