In dieser Fall‑Kontroll‑Studie wurden 100 Frauen mit ME/CFS und Gelenk‑Hypermobilität (überdehnbare Gelenke) mit 100 Frauen mit ME/CFS ohne Hypermobilität verglichen. Alle hatten einen Kipptest (Orthostase‑Test), bei dem die Durchblutung des Gehirns (zerebraler Blutfluss, CBF) gemessen wurde, während sie von einer liegenden in eine aufrechte Position gebracht wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Hypermobil‑Patientinnen einen deutlich stärkeren Abfall des Gehirn‑Blutflusses erlebten (‑32 % gegenüber ‑23 % bei den Nicht‑Hypermobil‑Patientinnen). Dieser Unterschied bestand sowohl bei Patientinnen mit POTS (schneller Herzschlag beim Aufrichten) als auch bei solchen mit normaler Herz‑ und Blutdruckreaktion. Die Studie ist relativ groß (je 100 Teilnehmende) und liefert Hinweise, dass überdehnbare Gelenke mit einer größeren Minderdurchblutung des Gehirns bei orthostatischem Stress zusammenhängen können, ohne jedoch Therapieempfehlungen abzuleiten.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.18103/mra.v9i6.2494).