In dieser Studie wurde untersucht, ob die mangelnde körperliche Fitness (De‑conditioning) die häufige Kreislaufstörung beim Aufrichten (orthostatische Intoleranz) bei ME/CFS‑Patient*innen erklärt. Dazu wurden 199 Betroffene und 22 gesunde Kontrollpersonen einer Belastungsuntersuchung (Cardiopulmonaler Belastungstest, CPET) unterzogen, um die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2‑Peak) zu messen. Patienten wurden danach in drei Gruppen eingeteilt: keine, leichte oder schwere Fitness‑Einschränkung. Anschließend erfolgte ein Kopftilt‑Test, bei dem die Durchblutung des Gehirns (cerebraler Blutfluss, CBF) beim Aufrichten gemessen wurde. Die Ergebnisse zeigten: (1) ME/CFS‑Patient*innen hatten insgesamt weniger Sauerstoffverbrauch und stärkeren Abfall des Hirnblutflusses als die gesunden Kontrollen. (2) Der Grad der Fitness‑Einschränkung hatte keinen Einfluss auf den Hirnblutfluss‑Abfall – alle Patienten, egal ob fit oder nicht, zeigten denselben starken Rückgang. (3) Auch die Unterteilung nach Herz‑ und Blutdruckreaktion (normal, POTS oder orthostatische Hypotonie) änderte den Hirnblutfluss‑Abfall nicht. Die Autoren schließen daraus, dass die orthostatische Intoleranz bei ME/CFS nicht durch D
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