Die Studie untersuchte, ob die Kraft im Handgriff und wie schnell diese nachlässt bei wiederholtem Zusammendrücken ein Hinweis auf ME/CFS sein kann. Dabei maßen Forscher bei 105 ME/CFS-Patienten, 18 Krebspatienten mit Müdigkeit und 66 gesunden Personen die maximale und durchschnittliche Handgriffskraft bei zehn wiederholten Zusammendrücken. Sie fanden heraus, dass ME/CFS-Patienten deutlich weniger Kraft aufwenden konnten und ihre Kraft schneller nachließ als gesunde Menschen. Auch nach einer Pause von 60 Minuten erholte sich ihre Kraft schlechter. Diese Veränderungen hingen mit der Schwere der Erkrankung, dem Auftreten von Verschlimmerung nach Belastung (post-exertional malaise), Muskelschmerzen und erhöhten Werten bestimmter Enzyme im Blut zusammen, die auf Muskelbelastung hinweisen. Die Forscher schlussfolgern, dass wiederholte Handkraftmessungen ein einfacher und objektiver Test sein könnten, um Muskelschwäche bei ME/CFS zu messen und den Krankheitsverlauf einzuschätzen. Die Studie ist mittelgroß, aber noch keine endgültige Bestätigung für den Einsatz in der Arztpraxis.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12967-021-02774-w).