In dieser kleinen Studie wurden 25 Frauen mit chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS), 22 mit Fibromyalgie (FM) und 21 gesunde Frauen untersucht. Mit Oberflächen‑Elektromyographie (Messung der elektrischen Aktivität der Muskulatur) wurden die Bizepsmuskeln bei sehr leichter Belastung (bis 20 % der maximalen Kraft) kurzzeitig angespannt. Dabei wurde die Leitgeschwindigkeit (CV) der Muskelfasern und die Geschwindigkeit von Motor‑Einheit‑Potentialen (MUP, elektrische Signale einzelner Muskel‑Nerven‑Einheiten) gemessen. Die Ergebnisse zeigten, dass bei CFS‑Patientinnen die Leitgeschwindigkeit mit steigender Belastung stark anstieg – deutlich stärker als bei den gesunden Kontrollen und bei FM‑Patientinnen, bei denen kein Anstieg zu beobachten war. Gleichzeitig nahmen bei CFS‑Patientinnen die Zahl sehr schneller MUPs zu und die Signale wurden schmaler. Die Autoren schließen daraus, dass bei CFS eine Störung der Muskelmembran‑Funktion vorliegen könnte, möglicherweise beeinflusst durch eine Fehlregulation im zentralen Nervensystem. Die Studie ist klein und vorläufig, liefert aber Hinweise darauf, dass bei CFS die Muskelfunktion bereits bei geringer Belastung abnormal ist.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.clinph.2020.11.043).