In dieser offenen Phase‑II‑Studie wurden 40 erwachsene Patient*innen mit ME/CFS (nach kanadischen Kriterien) untersucht, um die Funktion der Blutgefäß‑Endothelzellen zu prüfen. Die Endothelfunktion wurde mit zwei Verfahren gemessen: Flow‑mediated Dilation (FMD) – das Ausdehnen einer großen Arterie nach erhöhtem Blutfluss – und Post‑occlusive reactive hyperemia (PORH) – die Durchblutungssteigerung kleiner Gefäße nach kurzer Durchblutungsblockade. Im Vergleich zu gesunden Kontrollgruppen war die FMD (Median 5,9 % vs. 7,7 %) und die PORH (Median 1 331 Einheiten vs. 1 886 Einheiten) bei den Patient*innen signifikant reduziert, was auf eine eingeschränkte Gefäßfunktion hinweist. Nach 12 Monaten intravenöser Cyclophosphamid‑Behandlung zeigte sich weder eine Verbesserung der FMD/PORH noch ein Zusammenhang zwischen Veränderungen der Gefäßfunktion und dem klinischen Ansprechen (55 % berichteten Besserung). Auch Blut‑Biomarker für Endothelstörungen unterschieden sich nicht von gesunden Personen. Die Studie ist klein, nicht randomisiert und liefert vorläufige Hinweise darauf, dass bei ME/CFS eine gestörte Gefäßregulation vorliegen kann, diese jedoch durch die getestete Therapie nicht verbesse
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fmed.2021.642710).