In dieser Studie wurden 100 schwer erkrankte ME/CFS‑Patienten (davon 88 Frauen) mit 15 gesunden Personen verglichen. Mit einem externen Doppler‑Messgerät wurde die Durchblutung des Gehirns (cerebraler Blutfluss, CBF) gemessen, zuerst im Sitzen (nach mindestens einer Stunde) und danach im Liegen. Im Liegen war der Blutfluss bei Patienten und Gesunden gleich. Im Sitzen sank der Blutfluss bei den Patienten stark auf durchschnittlich 474 ml/min, während Gesunde 627 ml/min hatten – ein Unterschied von rund 24,5 % im Vergleich zu nur 0,4 % bei den Kontrollen. Patienten, die im Alltag über orthostatische Intoleranz (Schwindel, Ohnmacht beim Aufrichten) klagten, zeigten den größten Abfall (≈ 27 %). Wer keine solchen Beschwerden hatte, zeigte kaum einen Unterschied. Bei Patienten mit bereits diagnostiziertem POTS (posturales orthostatisches Tachykardie‑Syndrom) war der Blutflussabfall noch stärker. Fibromyalgie machte keinen Unterschied. Die Ergebnisse zeigen, dass bereits das einfache Sitzen ausreicht, um bei stark betroffenen ME/CFS‑Patienten eine signifikante Reduktion der Gehirndurchblutung nachzuweisen, was als Hinweis auf orthostatische Intoleranz dient – besonders wichtig, weil ein a
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