In dieser kleinen Pilotstudie wurde bei fünf Patienten mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) untersucht, ob eine wiederholte Immunadsorption (IA) – ein Verfahren, bei dem schädliche Antikörper aus dem Blut entfernt werden – die Krankheitssymptome verbessert. Die Patienten hatten bereits vor etwa zwei Jahren einmal eine fünftägige IA erhalten und zeigten damals eine Besserung. Nun erhielten sie ein modifiziertes IA‑Protokoll, das zu einem starken Rückgang des Gesamteiweißes IgG und der spezifischen ß2‑Adrenergerezeptor‑Antikörper (ß2AR‑AB) um 80‑90 % führte. Vier von fünf Patienten erfuhren während der Behandlung eine rasche Verbesserung verschiedener Beschwerden (z. B. Erschöpfung, Schmerzen, kognitive Probleme), die 6‑12 Monate anhielt; ein Patient zeigte keine Veränderung. Die Behandlung war gut verträglich. Die Autoren schließen, dass IA bei ME/CFS wirksam sein könnte, betonen aber, dass es sich um eine vorläufige, sehr kleine Studie handelt und weitere kontrollierte Untersuchungen nötig sind.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/jcm9082443).