In dieser schwedischen Studie wurden Blut‑ und Rückenmarks‑flüssigkeitsproben (Plasma und Liquor) von insgesamt 48 ME‑Patient*innen (zwei Gruppen zu je 24 Personen) mit denen von gesunden, alters‑ und geschlechtsgleichen Personen verglichen. Mit einem Labortest (ELISA) suchte man nach körpereigenen Antikörpern (Autoantikörpern) vom Typ IgG, die an adrenerge Rezeptoren (die das Stress‑ und Herz‑Kreislauf‑System steuern) und an muskarinische Rezeptoren (die bei der Signalübertragung von Acetylcholin im Nervensystem eine Rolle spielen) binden. Die Ergebnisse zeigten, dass im Blut von ME‑Patient*innen die Autoantikörper gegen die Rezeptoren M3 und M4 in beiden Gruppen sowie gegen β1, β2, M3 und M4 in einer Gruppe signifikant höher waren als bei den Kontrollen. Im Liquor wurden keine erhöhten Werte gefunden, und die Höhe der Antikörper stand in keinem Zusammenhang mit dem Schweregrad der Erkrankung, der anhand von Fragebögen erfasst wurde. Die Studie ist klein und liefert nur vorläufige Hinweise darauf, dass ME‑Patient*innen vermehrt Autoantikörper gegen bestimmte adrenerge und muskarinische Rezeptoren im Blut haben, deren Bedeutung für die Krankheit jedoch noch unklar ist. Weitere, gr
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