In dieser Studie wurden 128 erwachsene Patient*innen mit Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) untersucht, die wegen einer orthostatischen Intoleranz (Unverträglichkeit von Aufrichten) einen 30‑Minuten‑Kopf‑auf‑Kopf‑Neigungs‑Test (Head‑up‑Tilt‑Test, HUT) durchliefen. Vor und unmittelbar nach dem Test wurden zwei Gedächtnis‑Aufgaben (2‑Back‑ und 3‑Back‑Test) durchgeführt. Dabei misst der „N‑Back‑Test“ das Arbeitsgedächtnis: Man muss sich merken, ob ein gerade gezeigtes Symbol dem Symbol entspricht, das zwei bzw. drei Schritte zuvor gezeigt wurde. Nach dem HUT sank die Trefferquote beim 2‑Back‑Test von 77 % auf 62 % und beim 3‑Back‑Test von 57 % auf 41 %. Gleichzeitig wurden die Reaktionszeiten länger (2‑Back: von 783 ms auf 941 ms, 3‑Back: von 950 ms auf 1102 ms). Der Rückgang trat unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung, dem Vorhandensein von Fibromyalgie oder dem posturalen orthostatischen Tachykardie‑Syndrom (POTS) auf. Die Ergebnisse zeigen, dass bereits ein kurzer orthostatischer Stress das Kurzzeit‑Gedächtnis von ME/CFS‑Betroffenen nachhaltig beeinträchtigt. Die Studie ist relativ groß (128 Teilnehmende) und liefert solide Hinweise, dass kognitive Besch
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fnins.2020.00688).