Autoimmunity-Related Risk Variants in PTPN22 and CTLA4 Are Associated With ME/CFS With Infectious Onset

01.01.2020 · Frontiers in immunology · Zusammenfassung auf Deutsch

In dieser Studie wurden 305 Patienten mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) und 201 gesunde Kontrollpersonen auf fünf genetische Varianten (sogenannte Einzelnukleotid‑Polymorphismen, SNP) untersucht, die das Risiko für Autoimmunerkrankungen erhöhen. Die Gene heißen PTPN22, CTLA4, TNF und IRF5 und steuern die Aktivierung von B‑ und T‑Zellen, also wichtigen Bestandteilen des Immunsystems. Die Analyse zeigte, dass zwei Varianten – PTPN22 rs2476601 und CTLA4 rs3087243 – bei ME/CFS‑Patienten, die ihre Krankheit plötzlich nach einer Infektion bekamen, häufiger vorkamen als bei den Kontrollen (Risikoerhöhung etwa 1,5‑bis 1,6‑fach). Bei Patienten ohne infektiösen Ausbruch gab es keinen Unterschied. Das bedeutet, dass Autoimmunmechanismen bei einer Untergruppe von ME/CFS‑Betroffenen mit infektiösem Beginn eine Rolle spielen könnten. Die Studie ist eine Assoziationsstudie (keine Kausalität) und hat eine moderate Stichprobengröße; weitere Forschung ist nötig, um die Ergebnisse zu bestätigen.

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fimmu.2020.00578).

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