In dieser Studie wurden 426 erwachsene Norweger*innen, die nach den kanadischen Konsensus‑Kriterien an ME/CFS leiden, auf ihre Gene des menschlichen Leukozyten‑Antigens (HLA) untersucht – das sind Gene, die das Immunsystem steuern. Die Gene wurden mit moderner Sequenzierung genau bestimmt und mit 4 511 gesunden, ethnisch passenden Personen verglichen. Die Forscher*innen fanden, dass zwei bestimmte HLA‑Varianten häufiger bei den Patient*innen vorkamen: HLA‑C*07:04 (bei 7,7 % der Betroffenen, Risiko‑Odds‑Ratio 2,1) und HLA‑DQB1*03:03 (bei 12,7 %, Odds‑Ratio 1,5). Insgesamt trugen 19,2 % der Patient*innen mindestens eine dieser Varianten, gegenüber 12,2 % in der Kontrollgruppe (Odds‑Ratio 1,7, p‑Wert 0,00003). Das deutet darauf hin, dass das Immunsystem – genauer das HLA‑System – bei einem Teil der ME/CFS‑Patient*innen eine Rolle spielen könnte. Die Studie ist relativ groß für genetische Analysen, liefert aber nur Assoziationen, keine Ursachen‑ oder Therapie‑Schlüsse.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1038/s41598-020-62157-x).