In dieser Studie wurde untersucht, ob Männer mit Myalgic Encephalomyelitis/Chronischem Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) am zweiten Tag eines zweitägigen Belastungstests (Cardiopulmonaler Belastungstest, CPET) eine weitere Leistungsverschlechterung zeigen – wie es bereits bei Frauen beobachtet wurde. Von 77 männlichen Patienten erfüllten 25 die Kriterien für den Test. An beiden Tagen wurden Sauerstoffaufnahme (VO₂), Herzfrequenz, Blutdruck, Arbeitsbelastung und das Atemquotient (Verhältnis von CO₂‑ zu O₂‑Ausscheidung) gemessen, sowohl bei maximaler Belastung als auch beim ventilatorischen Schwellenwert (Übergangspunkt, an dem die Atmung stärker ansteigt). Während Ruhewerte unverändert blieben, waren alle Belastungsparameter am zweiten Tag signifikant schlechter (z. B. weniger verbrauchter Sauerstoff und geringere Arbeitsleistung). Das zeigt, dass männliche ME/CFS‑Patienten eine nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit bei wiederholter Belastung haben, ähnlich wie bei weiblichen Patienten. Die Stichprobe ist klein (25 Männer), sodass die Ergebnisse vorsichtig zu interpretieren sind, aber sie bestätigen das typische Merkmal der post‑exertionalen Verschlechterung bei ME/CFS.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.4236/ape.2020.101007).