In dieser kontrollierten Studie wurden 429 ME/CFS‑Patienten und 44 gesunde Personen einem 30‑Minuten‑Kopf‑auf‑die‑Stelle‑Test (HUT) unterzogen. Dabei wurde mit Doppler‑Ultraschall die Blutflussmenge in den Halsschlagadern (Carotis) und Wirbelarterien gemessen, um den Hirnblutfluss (cerebraler Blutfluss, CBF) zu bestimmen. Während des Auf‑und‑Ab‑Neigens sank der Hirnblutfluss bei den Gesunden um 7 %, bei den ME/CFS‑Patienten jedoch um 26 %. Dieser Rückgang zeigte sich sogar bei Patienten, deren Herzfrequenz und Blutdruck normal blieben (24 % Abnahme). Bei Patienten mit verzögerter orthostatischer Hypotonie (dOH) oder POTS (posturales orthostatisches Tachykardie‑Syndrom) war die Reduktion noch größer (28‑29 %). Wird ein Schwellenwert von 13 % (zwei Standardabweichungen unter dem Normalwert) zugrunde gelegt, zeigten 82 % der Patienten mit normaler Herz‑/Blutdruckreaktion, 98 % mit dOH und 100 % mit POTS eine auffällige CBF‑Reduktion. Außerdem korrelierte die Anzahl der orthostatischen Beschwerden (z. B. Schwindel, Benommenheit) mit dem Ausmaß der Blutfluss‑Verminderung. Die Ergebnisse legen nahe, dass bei den meisten ME/CFS‑Betroffenen – etwa 90 % – der Hirnblutfluss beim Aufrichten s
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.cnp.2020.01.003).