In dieser Studie wurde geprüft, ob das Medikament Rituximab – ein gentechnisch hergestellter Antikörper, der B‑Lymphozyten (eine Art von Immunzellen) zerstört – bei Menschen mit Myalgic Encephalomyelitis/Chronischem Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) die Müdigkeit verbessert. 151 Patienten im Alter von 18 bis 65 Jahren, die die kanadischen Diagnosekriterien erfüllten, erhielten über ein Jahr hinweg insgesamt sechs Infusionen Rituximab oder ein Placebo, wobei weder die Patienten noch die Ärzte wussten, wer welches Präparat bekam. Das Hauptziel war, ob die Müdigkeitsscore‑Bewertung über mindestens acht Wochen um mindestens 4,5 Punkte sank. Die Antwortquote war 26 % bei Rituximab und 35 % bei Placebo – ein Unterschied, der statistisch nicht signifikant war. Auch über die gesamten 24 Monate zeigten sich keine Unterschiede im Müdigkeitsscore oder in anderen Gesundheits‑ und Funktionsmaßen. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten bei 26 % der Rituximab‑Patienten und 19 % der Placebo‑Patienten auf. Die Autoren schließen, dass die wiederholte B‑Zell‑Depletion mit Rituximab innerhalb eines Jahres keine klinische Verbesserung bei ME/CFS bewirkt. Die Studie ist groß (151 Teilnehmende) und methodisch robus
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.7326/M18-1451).