In einer offenen Phase‑II‑Studie (KTS‑2‑2010) erhielten 28 Patient*innen mit ME/CFS nach kanadischen Kriterien wiederholte Infusionen des B‑Zell‑Depletions‑Medikaments Rituximab. Die Forscher*innen maßen in 23 Patient*innen die Konzentration des Medikaments im Blut und suchten nach Antikörpern gegen das Medikament (Anti‑Drug‑Antikörper, ADAs). Ziel war zu prüfen, ob höhere Blutwerte oder das Vorhandensein von ADAs mit einer klinischen Besserung zusammenhängen. Ergebnis: Die mittleren Rituximab‑Konzentrationen unterschieden sich nicht zwischen den 14 Patient*innen, die sich verbesserten, und den 9 Patient*innen ohne Besserung. Frauen hatten nach drei Monaten leicht höhere Werte als Männer. Es gab einen negativen Zusammenhang zwischen der Zahl der B‑Zellen zu Studienbeginn und der Rituximab‑Konzentration nach drei Monaten. In keinem Fall wurden ADAs nachgewiesen. Die Studie legt also nahe, dass die klinische Verbesserung nicht von der Medikamentenkonzentration oder von Antikörpern gegen das Medikament abhängt. Die Stichprobe ist klein und die Analyse retrospektiv, sodass die Ergebnisse nur als Hinweis gelten und nicht als Beweis für oder gegen Rituximab bei ME/CFS dienen können.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.clinthera.2018.10.019).