Myalgic Encephalomyelitis or What? The International Consensus Criteria

01.01.2018 · Diagnostics (Basel, Switzerland) · Zusammenfassung auf Deutsch

Die Arbeit erklärt, dass Myalgic Encephalomyelitis (ME) und das Chronic Fatigue Syndrome (CFS) nicht dasselbe sind, obwohl sie oft vermischt wurden. ME wird als neuromuskuläre Erkrankung definiert, bei der nach geringster Anstrengung eine ausgeprägte Muskelschwäche (post‑exertional muscle weakness) und neurologische Störungen (z. B. Sinnes‑, Gedächtnis‑ und autonome Probleme) auftreten. 2011 schlugen Experten neue Diagnosekriterien – die International Consensus Criteria (ME‑ICC) – vor. Diese verlangen zwingend das Auftreten von „post‑exertional neuroimmune exhaustion“ (PENE), also einer anhaltenden Erschöpfung nach Belastung, sowie mindestens drei neurologische, drei immun‑/Magen‑/Harn‑System‑ und ein Energie‑Problem. Im Vergleich zur klassischen ME‑Definition ist die Muskel‑Schwäche bei ME‑ICC nicht mehr zwingend, dafür wird PENE zentral. Die beiden Kriterien erfassen also unterschiedliche Patientengruppen und dürfen nicht austauschbar verwendet werden.

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