Der Artikel beschreibt, warum Myalgic Encephalomyelitis (ME) nicht einfach mit dem unscharfen Begriff Chronic Fatigue Syndrome (CFS) gleichzusetzen ist und schlägt eine klare, operative Definition für ME vor. ME wird als mehrsystemische Erkrankung dargestellt, die häufig plötzlich nach einer Atemwegs‑ oder Magen‑Darm‑Infektion beginnt, aber auch schleichend auftreten kann. Sie kann epidemisch (Ausbruch) oder endemisch (einzelne Fälle) vorkommen und unterscheidet sich von anderen postviralen Zuständen. Charakteristisch sind eine ausgeprägte Muskelermüdung bzw. anhaltende Muskelschwäche nach leichter Anstrengung, neurologische Störungen (z. B. Konzentrations‑ und Gedächtnisprobleme, autonome Dysfunktion wie Herzrasen oder Blutdruckschwankungen, Sinnesstörungen) sowie mögliche Begleiterscheinungen des Herzens und anderer Organe. Die Symptome schwanken stark, treten in Phasen mit Besser‑ und Verschlechterungsperioden auf und können über Jahre chronisch werden. Die vorgeschlagene Definition verlangt vier zwingende Kriterien: (1) anhaltende post‑exertionale Muskelschwäche von mehreren Tagen, (2) nachweisbare neurologische Störungen (kognitiv, autonom, sensorisch), (3) schwankender Verlau
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