In dieser Studie wurden 44 Patienten mit Myalgic Encephalomyelitis/Chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) untersucht, um zu prüfen, ob bestimmte sehr lange nicht‑kodierende RNA‑Moleküle (lncRNA, das sind RNA‑Stücke, die keine Proteine herstellen, aber die Genaktivität steuern) im Blut verändert sind. Zehn solcher lncRNA wurden analysiert. Bei den Betroffenen waren die Mengen von NTT, MIAT und EmX2OS deutlich höher als bei gesunden Personen, und NTT sowie EmX2OS stiegen mit zunehmender Krankheitsschwere. In Laborzellen führte die Belastung mit oxidativem Stress (Wasserstoffperoxid) und einer Substanz, die eine Virus‑ähnliche Reaktion auslöst, ebenfalls zu höheren NTT‑ und MIAT‑Werten. Die Autoren schließen, dass diese RNA‑Muster eine Reaktion auf oxidative Belastung, mögliche chronische Virusinfektionen oder Sauerstoffmangel widerspiegeln könnten. Die Studie ist klein und vorläufig; weitere Forschung ist nötig, um die genaue Bedeutung und einen möglichen diagnostischen Nutzen zu klären.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12967-018-1600-x).