In dieser Studie wurden die Antikörper (IgG) gegen das Epstein‑Barr‑Virus (EBV) bei 92 Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) und 50 gesunden Personen untersucht. Dazu nutzten die Forschenden ein Mikroarray‑Verfahren, bei dem 3054 kurze Eiweiß‑Stücke (Peptide) aus 14 EBV‑Proteinen auf einem Chip abgebildet wurden. Als Vergleichsgruppen dienten Patienten mit Multipler Sklerose, systemischem Lupus erythematodes und krebsbedingter Erschöpfung. Die Ergebnisse zeigten, dass das allgemeine Antikörper‑Muster gegen EBV bei CFS‑Patienten fast dem gesunder Menschen entspricht – ähnlich wie bei den anderen Erkrankungen war der Unterschied zu gesunden Kontrollen gering. Auffällig war jedoch, dass CFS‑Patienten deutlich stärker Antikörper gegen bestimmte Peptide des EBV‑Proteins EBNA‑6 bildeten, insbesondere gegen ein wiederholtes Sequenzsegment. Diese Antikörper korrelierten mit den Reaktionen auf das gesamte EBNA‑6‑Protein. Das wiederholte Segment ähnelt Teilen verschiedener menschlicher Eiweiße, was auf ein mögliches „antigenes Mimicry“ (Nachahmung von körpereigenen Strukturen durch das Virus) hindeutet. Die Studie ist relativ klein und liefert vorläufige Hinweise, dass bei CFS
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1371/journal.pone.0179124).