In dieser kleinen Studie wurden 12 Frauen mit chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) mittels Herz‑Magnetresonanztomographie (CMR) untersucht und mit 36 gesunden, altersgleichen Frauen verglichen. Mit cine‑Aufnahmen wurden Größe, Pumpfunktion und Wandbewegungen des linken Herzkammer (LV) gemessen. Zusätzlich wurden T2‑gewichtete Bilder (zeigen Schwellungen/Entzündungen) und kontrastverstärkte Aufnahmen (zeigen Narben‑ bzw. Fibrosegewebe) ausgewertet. Die CFS‑Patientinnen hatten im Vergleich zu den Kontrollen ein kleineres Herzvolumen, eine leicht reduzierte Auswurfleistung (Ejektionsfraktion 58 % vs. 64 %) und geringere Muskelmasse. Bei vier Patientinnen wurden abnorme Wandbewegungen beobachtet, bei drei zeigte sich Fibrose (Narbenbildung) im Herzmuskel; bei den Kontrollen kam das nicht vor. Keine der Personen zeigte Anzeichen von Entzündungen im Herzgewebe. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei manchen CFS‑Patientinnen das Herz kleiner und etwas weniger leistungsfähig ist und dass in Einzelfällen Narben im Herzmuskel vorkommen können. Da die Studie sehr klein ist, sollten die Befunde als vorläufig betrachtet werden und weitere, größere Untersuchungen nötig sein.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1007/s12471-016-0885-8).