In dieser systematischen Übersichtsarbeit wurden 26 Studien aus der Hausarzt‑Praxis ausgewertet, in denen Patienten mit Müdigkeit vorgestellt wurden. Untersucht wurden, wie häufig verschiedene Ursachen – Blutarmut (Anämie), Krebs, ernsthafte körperliche Erkrankungen, Depression und das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) – bei diesen Patienten gefunden werden. Die Ergebnisse zeigen: Anämie bei 2,8 % (Sicherheitsintervall 1,6‑4,8 %), Krebs bei 0,6 % (0,3‑1,3 %), ernsthafte somatische Erkrankungen bei 4,3 % (2,7‑6,7 %) und Depression bei 18,5 % (16,2‑21,0 %). Für CFS konnten keine zusammengefassten Zahlen ermittelt werden. Interessanterweise war die Häufigkeit schwerer körperlicher Erkrankungen bei Patienten mit und ohne Müdigkeit gleich, während Depressionen häufiger bei den Müden vorkamen. Die Autoren schließen, dass schwere organische Krankheiten bei Müdigkeit selten sind und nur bei konkreten Hinweisen aus Anamnese oder Untersuchung weiter untersucht werden sollten; stattdessen sollten psychische und soziale Belastungen beachtet werden. Die Studie ist relativ groß, aber die Daten zu CFS sind unzureichend, sodass keine konkreten Aussagen zu dessen Häufigkeit gemacht werden können
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12875-016-0545-5).