In dieser retrospektiven Studie wurden 300 Patient*innen mit chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) auf Antikörper‑ und Mannose‑bindendes‑Lektin‑(MBL‑)Spiegel sowie auf B‑Zell‑Untergruppen untersucht. Antikörper (Immunoglobuline) sind Proteine, die das Immunsystem gegen Infektionen einsetzen. Bei 25 % der Patient*innen waren die Konzentrationen von mindestens einer Antikörper‑Klasse oder -Unterklasse zu niedrig, am häufigsten fehlten die IgG‑Unterklassen 3 und 4. Bei weiteren 25 % waren die Antikörperspiegel erhöht, besonders IgM und IgG‑2. Die Zahl der B‑Zellen und ihrer Untergruppen war weitgehend unverändert. Ein MBL‑Mangel, einer der ersten körpereigenen Abwehrmechanismen gegen Bakterien, wurde bei 15 % der CFS‑Patient*innen gefunden, verglichen mit 6 % in einer historischen Kontrollgruppe. In einer zweiten Gruppe von 168 Patient*innen bestätigte sich das gleiche Muster. Die Ergebnisse zeigen, dass Störungen der humoralen Immunabwehr (Antikörper‑ und MBL‑Defizite) bei CFS häufig vorkommen und mit wiederkehrenden Atemwegsinfektionen zusammenhängen. Die Studie ist retrospektiv und nicht experimentell, die Stichprobe ist relativ groß, aber weitere Forschung ist nötig, um Ursache‑Wi
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.humimm.2015.09.028).