Polymorphism in COMT is associated with IgG3 subclass level and susceptibility to infection in patients with chronic fatigue syndrome

01.01.2015 · Journal of translational medicine · Zusammenfassung auf Deutsch

In dieser Studie wurden Blutproben von 74 Menschen mit chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) und 76 gesunden Personen untersucht. Dabei suchten die Forschenden nach kleinen genetischen Veränderungen (sogenannten SNPs) in den Genen COMT, FKBP5 und CRHR1, die den Stoffwechsel von Stresshormonen und das Immunsystem beeinflussen können. Die Häufigkeit dieser Varianten war bei CFS‑Patienten und Gesunden gleich. Allerdings zeigte sich bei CFS‑Patienten, die die "Met/Met"‑Variante des COMT‑Gens (rs4680) trugen, ein höherer Kortisolspiegel (ein Stresshormon), ein Anstieg von IgE‑Antikörpern (oft mit Allergien verbunden) und ein Rückgang von IgG3‑Antikörpern (wichtig für die Abwehr von Infektionen). Diese Patienten hatten zudem häufiger Infektionen der Atemwege. Bei einer Vergleichsgruppe von 68 Menschen ohne CFS, die ebenfalls häufig Atemwegsinfekte hatten, trat diese Verbindung nicht auf. Die Studie ist klein und vorläufig, liefert aber Hinweise darauf, dass eine bestimmte COMT‑Variante bei CFS mit einer gestörten Immunabwehr und erhöhter Infektanfälligkeit zusammenhängen könnte.

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