Die Studie untersuchte, ob Menschen mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) mehr Autoantikörper vom Typ IgM gegen bestimmte körpereigene Moleküle haben als Menschen mit schwerer Depression. Dabei wurden Blutproben von 16 ME/CFS‑Patienten, 15 Patienten mit unspezifischer Erschöpfung, 26 Depressiven und 17 gesunden Kontrollpersonen analysiert. Gesucht wurden IgM‑Antikörper gegen drei "Ankermoleküle" (Palmitinsäure, Myristinsäure und S‑Farnesyl‑L‑Cystein), gegen Acetylcholin (einen Neurotransmitter) und gegen durch Sauerstoff‑ bzw. Stickstoffstress veränderte Eiweißbausteine. Die Ergebnisse zeigten, dass die IgM‑Antikörper gegen die Ankermoleküle und gegen ein durch Sauerstoffschäden verändertes Molekül (NO‑Phenylalanin) bei ME/CFS‑Patienten deutlich höher waren als bei Depressiven. Autoantikörper gegen oxidativ, aber nicht nitrosativ, veränderte Strukturen korrelierten zudem mit dem Ausmaß von Erschöpfungs‑ und körperlichen Beschwerden. Für Acetylcholin‑Antikörper gab es keinen Unterschied zwischen ME/CFS und Depression, aber beide Patientengruppen hatten höhere Werte als die gesunden Kontrollen. Die Studie ist klein (insgesamt 74 Personen) und liefert
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1007/s11011-012-9316-8).