Evidence for inflammation and activation of cell-mediated immunity in Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS): increased interleukin-1, tumor necrosis factor-α, PMN-elastase, lysozyme and neopterin

01.01.2012 · Journal of affective disorders · Zusammenfassung auf Deutsch

Die Studie untersuchte, ob bei Menschen mit Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) Anzeichen einer leichten Entzündung und einer aktivierten zellvermittelten Immunabwehr (CMI) zu finden sind. Dafür wurden Blutproben von 107 ME/CFS‑Patient*innen, 37 Personen mit chronischer Erschöpfung (ohne ME/CFS) und 20 gesunden Kontrollpersonen analysiert. Gemessen wurden das Entzündungs‑Signalprotein Interleukin‑1 (IL‑1), der Entzündungsbotenstoff Tumor‑nekrose‑Faktor‑α (TNF‑α), das Enzym PMN‑Elastase (ein Marker für aktivierte weiße Blutkörperchen), sowie die Immun‑Moleküle Neopterin und Lysozym. Alle diese Werte waren bei den ME/CFS‑Patient*innen signifikant höher als bei den Kontrollen und auch höher als bei den chronisch müden Personen. Besonders IL‑1 und TNF‑α hingen stark mit Erschöpfung, Traurigkeit, autonomen Beschwerden (z. B. Herzrasen, Schwindel) und grippeähnlichen Unwohlsein zusammen; Neopterin zeigte ähnliche Zusammenhänge, und PMN‑Elastase korrelierte mit Konzentrations‑ und Gedächtnisproblemen sowie dem Gefühl einer Infektion. Die Autoren schließen daraus, dass ME/CFS mit einer niedriggradigen Entzündung und aktivierter zellulärer Immunabwehr einhergeht, was

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