Transforming biomedical uncertainty: the sociohistorical origins of myalgic encephalomyelitis (ME) and chronic fatigue syndrome (CFS).

14.08.2026 · Medical humanities · Zusammenfassung auf Deutsch

Der Artikel untersucht, wie die Begriffe Myalgische Enzephalomyelitis (ME) und Chronisches Fatigue‑Syndrom (CFS) entstanden sind und warum sie oft als dasselbe angesehen werden, obwohl sie aus unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Kontexten stammen – ME aus dem Vereinigten Königreich, CFS aus den USA. Anhand von medizinischen Texten von 1950 bis 1990 wird gezeigt, dass beide Krankheitsbilder in der Medizin vor allem durch das Bedürfnis nach Ordnung und Kontrolle von Unsicherheit geformt wurden. Dabei wurden bestimmte Aspekte der Erkrankung bewusst ausgeblendet, um ein handhabbares Wissens‑ und Diagnosemodell zu schaffen. Diese „Verdeckung“ hat langfristig das Verständnis und die Forschung zu ME/CFS beeinflusst und trägt laut Autor*innen zu der Erfahrung von Ungerechtigkeit und Nicht‑Anerkennung bei Betroffenen bei. Die Studie war keine klinische Untersuchung, sondern eine kritische Literatur‑ und Geschichtsanalyse, die aufzeigt, wie biomedizinische Systeme Unwissenheit erzeugen können, wenn sie komplexe Krankheiten zu stark vereinfachen.

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1136/medhum-2025-013657).

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