Die Studie untersuchte die Blutgefäße in der Netzhaut bei drei Gruppen: Personen ohne SARS-CoV-2-Infektion, Personen die sich erholt hatten und Personen mit langanhaltenden Beschwerden nach COVID-19 (Post‑COVID‑Syndrom, PCS). Dabei wurde die Gefäßweite und die Fähigkeit der Gefäße, auf Lichtreize zu erweitern, mittels retinaler Gefäßanalyse (RVA) gemessen. Zusätzlich wurde eine Untergruppe von PCS‑Patienten gebildet, die auch die Kriterien für ME/CFS erfüllten. Ergebnis: Bei PCS‑Patienten waren die Venen weniger weit erweiterbar und die Arterien enger als bei den anderen Gruppen. Das Verhältnis von Arterien‑ zu Venendurchmesser (AVR) war ebenfalls reduziert, besonders stark bei denjenigen, die gleichzeitig ME/CFS‑Kriterien erfüllten. Diese Gefäßveränderungen hingen mit höherer Symptombelastung (vor allem kognitiven Beschwerden) und erhöhten Entzündungsmarkern wie IL‑6, ICAM‑1 und VCAM‑1 zusammen. Die Autoren schließen, dass eine anhaltende Gefäßfunktionsstörung im Kleingefäßbereich bei PCS und insbesondere bei ME/CFS vorliegt und dass die retinalen Gefäßmessungen ein einfaches, nicht‑invasives Verfahren sein könnten, um diesen Zustand zu verfolgen und das Herz‑Kreislauf‑Risiko bess
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12916-026-05144-9).