In einer explorativen Studie wurden Menschen mit anhaltender Müdigkeit nach einer COVID-19-Infektion (post-COVID-Fatigue) mit einer Vergleichsgruppe aus der Zeit vor der Pandemie verglichen. Beide Gruppen waren hinsichtlich Alter, Geschlecht und insgesamt ähnlicher Schweregrad von depressiven Symptomen abgeglichen. Die depressive Symptomlast insgesamt war ähnlich, doch die Betroffenen der post-COVID-Gruppe zeigten signifikant weniger niedergeschlagene Stimmung, während das Verlustgefühl von Freude (Anhedonie) nicht unterschiedlich war. Damit war das Verhältnis von niedergeschlagener Stimmung zu Anhedonie bei der post-COVID-Gruppe deutlich geringer. Die Ergebnisse sind vorläufig und deuten darauf hin, dass die depressive Symptomatik bei post-COVID-Fatigue eine andere Balance aufweist – weniger Traurigkeit, aber gleichbleibende Anhedonie. Für Menschen mit ME/CFS liefert dies einen Hinweis darauf, dass Müdigkeit nicht zwangsläufig mit stärkerer depressiver Stimmung einhergehen muss, aber die Aussagekraft ist begrenzt, weil die Studie klein und explorativ ist.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fpsyt.2026.1877162).