Die Studie untersuchte, warum viele Menschen mit ME/CFS bei Aufstehen starke Beschwerden bekommen (orthostatische Dysfunktion, z. B. POTS). Die Autoren vermuten, dass neben einem einfachen Blutflussproblem auch eine Störung des Salzhaushalts in den Skelettmuskeln eine Rolle spielt: Beim Stehen wird über Stresshormone mehr Natrium in die Muskelzellen gepumpt, während das Austransportieren von Natrium über ein bestimmtes Enzym (Na⁺/K⁺‑ATPase) wegen geschwächter β2‑Adrenerg‑Rezeptor‑Signale, Antikörpern, kleinen Fasernervenschäden und oxidativem Stress weniger effizient arbeitet. Dieses Ungleichgewicht kann zu einem Anstieg von Natrium innen und einem Verlust von Kalium führen, die Zellmembran depolarisieren und über einen umgekehrten Natrium‑Calcium‑Transporter zu einer Calciumüberlastung in der Zelle führen. Dadurch könnte die Schwelle für die typische Nach‑Anstrengungs‑Verschlechterung (PEM) gesenkt werden, sodass selbst ohne körperliche Belastung PEM auftreten kann. Die Arbeit liefert einen möglichen Mechanismus, der orthostatische Probleme mit dem Kern von ME/CFS verbindet, geht aber über reine Herz‑ und Durchblutungsfaktoren hinaus.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.20944/preprints202608.1772.v1).