Diese Studie aus Bayern untersuchte, welche medizinischen Angebote 117 Kinder und Jugendliche (4-17 Jahre) mit Verdacht auf Post-COVID-Symptome nutzten, bevor sie in spezialisierten Post-COVID-Ambulanzen vorstellig wurden. Die Daten stammen aus Telefoninterviews mit den Eltern. Im Schnitt hatten die Familien 6,5 Arztkontakte, meist persönlich vor Ort und selten per Videosprechstunde. Am häufigsten wurden Kinderärzte und Hausärzte aufgesucht. Fast die Hälfte der Familien nutzte zusätzlich nicht-medikamentöse Maßnahmen, am häufigsten Heilpraktiker oder Osteopathen. Etwa zwei Drittel erhielten verschriebene Medikamente, ähnlich viele nutzten frei verkäufliche Mittel oder Nahrungsergänzungsmittel. Die Autoren schließen daraus, dass Betroffene oft viele verschiedene Anlaufstellen durchlaufen, bevor sie spezialisierte Hilfe finden - vermutlich weil klare Versorgungswege fehlen. Kinder- und Hausärzte spielen eine zentrale Rolle und sollten eng mit spezialisierten Zentren zusammenarbeiten, um frühzeitig richtig zu diagnostizieren und zu behandeln. Die Studie ist rein beschreibend, vergleichsweise klein und macht keine Aussagen zur Wirksamkeit bestimmter Behandlungen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1136/bmjpo-2025-004184).