In dieser kleinen Studie wurde untersucht, ob ein bestimmtes schlafendes Virus bei Menschen mit Long COVID wieder aktiv werden kann. Es geht um das Humane Herpesvirus 7 (HHV-7), das fast jeder Mensch in sich trägt und das Nerven befallen kann. Die Forschenden werteten rückwirkend Bluttests von 30 Patientinnen und Patienten aus, die nach einer Corona-Infektion vor allem neurologische und seelische Beschwerden hatten (wie Gehirnnebel oder Erschöpfung). Bei fast 77 Prozent dieser Gruppe war das Virus aktiv. Zum Vergleich: Bei einer früheren Vergleichsgruppe aus der Zeit vor der Pandemie waren es nur rund 29 Prozent. Zudem zeigte sich bei einer genau beobachteten Person, dass stärkere Beschwerden mit einer höheren Virusmenge zusammenhingen. Das deutet darauf hin, dass ein Aufwachen solcher Herpesviren zu den Nervenproblemen beitragen könnte – ein Mechanismus, der auch bei ME/CFS vermutet wird. Allerdings ist die Studie mit nur 30 Teilnehmenden sehr klein und blickte nur nachträglich auf vorhandene Daten. Sie liefert daher noch keine Beweise oder Therapien, sondern zeigt vor allem, dass größere Untersuchungen zu diesem Thema dringend nötig sind.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/v18091043).
Dürfen wir mit Google Analytics anonym auswerten, welche Seiten gelesen werden? Dabei werden Cookies gesetzt und Daten an Google übermittelt. Mehr dazu