In dieser Studie wurde untersucht, ob eine vererbte Veranlagung fuer Depressionen das Risiko erhoeht, nach einer Infektion an einem chronischen Erschoepfungssyndrom zu erkranken. Nach Infektionen entwickelt etwa jeder zehnte Mensch ein anhaltendes Erschoepfungssyndrom (PIFS), das den Kriterien von ME/CFS entspricht. Es wird oft diskutiert, ob psychische Vorbelastungen dafuer verantwortlich sein koennten. Dafuer wurden Daten von 464 Personen ausgewertet, die nach einer nachgewiesenen Infektion sechs Monate lang medizinisch und psychiatrisch begleitet wurden. Die Forschenden berechneten sogenannte genetische Risikowerte fuer Depressionen und ME/CFS, um zu sehen, ob diese das Auftreten der Erkrankung vorhersagen koennen. Das Hauptergebnis: Weder die genetische Veranlagung fuer Depressionen noch die fuer ME/CFS konnte vorhersagen, wer tatsaechlich erkrankte. Es gab lediglich einen schwachen Hinweis darauf, dass das genetische Depressionsrisiko bei Frauen und Maennern unterschiedlich wirken koennte, was aber noch in groesseren Studien ueberprueft werden muss. Die Studie widerlegt damit die haeufige Annahme, dass ein postinfektioeses Erschoepfungssyndrom einfach auf eine vererbte Neigung
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1017/thg.2026.10098).
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