Die Studie untersuchte, wie oft Menschen mit ME/CFS auch eine koronare Funktionsstörung namens ANOCA haben, bei der die Herzkranzgefäße nicht verengt sind, aber ihre Funktion gestört ist. Dabei wurden die Unterlagen von 261 Patienten mit nachweislicher ANOCA ausgewertet; bei 47 von ihnen (18 %) lag zusätzlich eine ME/CFS‑Diagnose vor. Der einzige auffällige Unterschied war, dass bei den ME/CFS‑Betroffenen häufiger ein Bindegewebserkrankung vorlag. In einer zweiten, kleineren Gruppe von 27 ME/CFS‑Patienten, die eine invasive Belastungsuntersuchung des Herzens und der Lunge (iCPET) erhielten, zeigte sich bei 89 % ebenfalls eine ANOCA. Die iCPET ergab, dass die Belastungsintoleranz hauptsächlich daran liegt, dass die Muskeln Sauerstoff trotz normaler Blutflusszufuhr nicht ausreichend aufnehmen können (periphere Begrenzung). Die Autoren schließen daraus, dass ANOCA bei ME/CFS häufig vorkommt und dass sowohl koronare Funktionstests als auch iCPET hilfreich sein können, um die körperliche Belastbarkeit besser zu verstehen. Da die Zahlen klein und die Analyse explorativ ist, sollten weitere Studien folgen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1152/ajpheart.90080.2026).
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