Diese Studie untersuchte mit funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT), einer Methode zur Messung von Hirnaktivität, wie das Gehirn von Menschen mit ME/CFS auf das Erinnern oder Unterdrücken von Erinnerungen an Erschöpfung und Wut reagiert. Verglichen wurden 20 Betroffene mit 20 gesunden Kontrollpersonen. Dabei zeigten sich Unterschiede in der Aktivität bestimmter Hirnregionen: dem Striatum (an Bewegung und Emotionsregulation beteiligt) und der Insula (verarbeitet Körperwahrnehmung und Gefühle). Bei ME/CFS-Betroffenen war der sogenannte rostrale Nucleus caudatus (Teil des Striatums) beim Unterdrücken belastender Erinnerungen stärker aktiv, während die Insula beim aktiven Erinnern stärker reagierte als bei Gesunden. Das deutet darauf hin, dass bei ME/CFS die Verarbeitung emotionaler Informationen im Gehirn messbar verändert ist. Die Studie ist klein und vorläufig, liefert aber Hinweise auf mögliche neurologische Unterschiede, die weiter erforscht werden sollten. Es werden keine Behandlungsmethoden abgeleitet.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1093/braincomms/fcag101).