In einer deutschen Studie mit 538 Teilnehmenden wurde untersucht, wie stark chronische Erschöpfung (Fatigue) bei verschiedenen Erkrankungen ausgeprägt ist. Bisher wurden solche Vergleiche selten mit einheitlichen Fragebögen durchgeführt. Verglichen wurden sieben Gruppen: chronische Schmerzen, Multiple Sklerose, Krebs, Nierenversagen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Post-COVID und das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Es zeigte sich, dass die Belastung durch Erschöpfung je nach Diagnose sehr unterschiedlich ist. Bei Post-COVID, chronischen Schmerzen und Krebs war die Fatigue ähnlich stark ausgeprägt, während Menschen mit Darmerkrankungen die geringste Erschöpfung angaben. Für ME/CFS-Betroffene ist die Aussagekraft dieser Untersuchung jedoch sehr begrenzt: Mit nur 25 Personen war die ME/CFS-Gruppe so klein, dass sie nicht statistisch ausgewertet, sondern nur rein beschreibend erfasst werden konnte. Insgesamt lagen die Erschöpfungswerte bei allen untersuchten Krankheiten deutlich über denen der Allgemeinbevölkerung. Die Studie liefert Vergleichswerte für die Forschung, bietet jedoch keine neuen Erkenntnisse zu den Ursachen oder Behandlungen von ME/CFS.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.jpsychores.2026.113004).
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