Disequilibrium, Rather than Postural Orthostatic Tachycardia Syndrome, Is the Primary Determinant of Orthostatic Intolerance in Patients with Long COVID.

16.03.2026 · Journal of clinical medicine · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese kleine Studie untersuchte 32 Long-COVID-Patienten mit orthostatischer Intoleranz (OI) – also Beschwerden beim Aufstehen und Stehen, wie Schwindel oder Kreislaufprobleme. Bisher wurde OI meist mit POTS (starkem Herzrasen beim Aufstehen durch überaktives Nervensystem) in Verbindung gebracht. Die Forscher prüften stattdessen auch das Gleichgewicht mittels Romberg-Test (Stehen mit geschlossenen Augen) und Tandemgang-Test (Gehen auf einer Linie). Ergebnis: Von 7 Patienten mit OI hatte keiner POTS, aber 86% zeigten Gleichgewichtsstörungen (Disequilibrium). Umgekehrt hatten Patienten mit POTS keine OI. Statistisch war das Gleichgewichtsproblem deutlich stärker mit OI verknüpft als POTS. Nach Behandlung mit dem Antibiotikum Minocyclin (6 Wochen) bzw. bei einem Patienten zusätzlich mit Magnetstimulation des Gehirns besserten sich die Beschwerden bei den meisten Behandelten. Die Studie ist sehr klein und vorläufig, liefert aber einen Hinweis, dass bei manchen Long-COVID-Patienten nicht das Herz-Kreislauf-System, sondern das Gleichgewichtssystem (evtl. im Gehirn oder Innenohr) die Ursache für Stehprobleme sein könnte.

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/jcm15062263).

Originalstudie im Volltext ansehen →

Diese Studie in der interaktiven Übersicht öffnen